Grußworte

 

 

Manuela Schwesig | Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesministerin Schwesig

Liebe Besucherinnen und Besucher des Bundes.Festival.Film.,
liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wettbewerb,

auf 30 Jahre junge und individuelle Filmkultur blickt das Bundes.Festival.Film. inzwischen zurück. Unzählige Filmemacherinnen und Filmemacher haben das Festival in dieser langen Zeit als Bühne für ihre Arbeit und ihre Leidenschaft genutzt. Das Interesse ist weiter ungebrochen: Mit 827 Beiträgen von fast 9.000 Filmschaffenden verzeichnen die Wettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis in diesem Jubiläumsjahr eine rekordverdächtige Beteiligung. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern möchte ich für ihr Engagement herzlich danken. Ebenso danke ich dem Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum, dem Institut medien.rlp und den zahlreichen Partnern und Sponsoren, die die besten Beiträge aus den Bundesmedienwettbewerben im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Mainz präsentieren.

Beim Bundes.Festival.Film. begegnen sich junge und ältere Filmschaffende, stoßen mit ihren Filmen Diskussionen an und erschaffen einen Raum für Dialog und Annäherung. Filme machen sichtbar, indem sie abbilden, verwandeln und erfinden. Sie übertragen Gesehenes, Ideen und Gefühle in kunstvolle Bilder und erweitern damit das Bewusstsein für die Welt. Manchmal prägt ein Film auf Jahre und Jahrzehnte hinaus die Wahrnehmung eines Themas, manchmal macht ein Film erst auf ein Anliegen, eine Lebenssituation oder eine Weltgegend aufmerksam. Solche Erfahrungen sind wertvoll und einzigartig. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern anregende, inspirierende und unterhaltsame Stunden beim 30. Bundes.Festival.Film. in Mainz.

 

Malu Dreyer | Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz

Ministerpräsidentin RLP, Malu Dreyer

Sehr geehrte Herren und Damen,
liebe Filmfreunde und -freundinnen,

zum 30. Bundes.Festival.Film., der jährlichen Preisverleihung des Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums, darf ich Sie als Schirmherrin ganz herzlich in Mainz begrüßen. Bereits zum zweiten Mal lädt das Festival Gäste aus Nah und Fern in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt ein.

Filmisch kreativ sein – darum geht es beim Bundes.Festival.Film. Hier werden die besten Beiträge aus den Bundeswettbewerben „Deutscher Jugendfilmpreis“ und „Deutscher Generationenfilmpreis“ präsentiert. Dieses Konzept ist in Deutschland einzigartig und ich freue mich sehr, dass wieder über 800 Produktionen für beide Wettbewerbe eingereicht wurden.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, junge Filmemacher und ältere Generationen, verbindet bei diesem Festival die Leidenschaft für Film und die Freude an außergewöhnlichen Erzählformaten. Jugendliche und junge Erwachsene ebenso wie Menschen älterer Generationen haben die Möglichkeit, ihre Sichtweise zu zeigen und dabei wichtige gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen. Die Altersspanne liegt in diesem Jahr zwischen neun und 95 Jahren.

Mein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam des Festivals sowie den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums und von medien.rlp sowie allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen, die mit ihren Beiträgen das Festival und die Filmszene bereichern.

 

Michael Ebling | Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz

Oberbürgermeister Ebling

Liebe Filmemacherinnen und Filmemacher,

herzlich willkommen in Mainz. In der Stadt, in der die Medienrevolution durch ihren berühmtesten Sohn, Johannes Gutenberg, begonnen hat. Ihm zu Ehren feiern wir an diesem Wochenende das große Fest „Johannisnacht“. Da passt es nur zu gut, dass 150 Menschen aus ganz Deutschland mit ihren Filmen in die Mainzer Kammerpiele im Fort Malakoff zu uns, in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt kommen, in der nicht nur der größte Fernsehsender Europas beheimatet ist, sondern die u.a. durch ihre innovativen, medienbezogenen Ausbildungsgänge und eine breite Medienszene, auch heute, nach der dritten Medienrevolution, noch immer eine pulsierende Medienstadt ist, die von sich reden macht.

Egal welchem Medium man sich zuwendet, schließlich geht es immer darum eine Geschichte zu erzählen, etwas mitzuteilen, ein Thema zu beleuchten. Und deshalb sind Sie hier: Sie haben eine Geschichte erzählt, wollen etwas anstoßen, zeigen Ihren Film - und stellen sich dem Diskurs, mit anderen Filmemacherinnen und Filmemachern und dem interessierten Publikum. Darum geht es bei diesem Filmfestival. Damit wird gleichzeitig auch eine wichtige und tragfähige Tradition fortgesetzt, schließlich können wir dieses Mal das 30. Jubiläum des Bundes.Festival.Film. feiern.
Die drei Tage, die Sie in Mainz verbringen werden, sind mit dem Filmprogramm und der Jubiläumsveranstaltung nach der Preisverleihung am Samstag, auf der Zitadelle, in der Kulturei, gut gefüllt. Aber vielleicht gibt Ihnen der Festivalort am Rhein und nahe der Altstadt, in Verbindung mit der Johannisnacht, mehr als nur einen flüchtigen Eindruck, dass in Mainz Lebensqualität, Tradition und Medienzukunft gleichermaßen zu Hause sind.

Herzlich willkommen also in der Stadt Gutenbergs. Freuen wir uns auf gute Filme, gute Gespräche - und die berechtigte Hoffnung, dass Sie jede Menge Inspiration und Energie für Ihre nächsten Filme im Gepäck mit nach Hause nehmen.

 

Ehemalige Preisträger und Preisträgerinnen | Ehrengäste

Anja Flade-Kruse // u.a. 1997 im Wettbewerb mit "Änderungen vorbehalten"
"Das Licht geht aus, der Atem stockt. Was, wenn jetzt alle unseren Film blöd finden? Sich langweilen? Oder – Horror!- sogar rausgehen!  An das Gefühl, das ich hatte, als unser Film „Änderungen vorbehalten“  auf dem Festival 1997 gezeigt wurde, erinnere ich mich noch, als war es gestern. Aufregung pur. Wie lang sich Film-Minuten hinziehen können, unglaublich. Dann der erlösende Applaus! Heute begleitet mich dieses Gefühl noch immer. Wenn meine Familie und Freunde zum ersten Mal als Film sehen können, was ich mir in monatelanger Arbeit als Drehbuchautorin ausgedacht und aufgeschrieben habe. Wenn ich merke, dass ein Satz, der in meinem Kopf immer witzig klang und sich super las,  im Film nicht rüberkommt, kein Lacher wird. Horror again! Aber genau dieses Gefühl ist es, dass das Filme schreiben, drehen, schneiden, produzieren für alle Filmemacher so einzigartig und wunderbar macht. Oder wie Charly Chaplin sagt: „Filmemacher sollten bedenken, dass man ihnen am Tag des Jüngsten Gerichts all ihre Filme wieder vorspielen wird.“

Felix Stienz // u.a. 2007 im Wettbewerb mit "Ladenhüter"
"Bundes.Festival.Film. Quasi die Mutter der Nachwuchs Film Festivals. Sorgsam und zärtlich nimmt sie Dich an die Hand, ermutigt, beschützt und lobt Dich. Und daran denkt man immer wieder sehr gerne zurück - das vergisst man nicht. Wer vergisst schon seine Mutter!"

Ehemalige Presiträgerinnen und Preisträger (v.l.n.r.: Anja Flade-Kruse, Felix Stienz, Florian Lukas, Nora Fingscheidt, Sven Taddicken)

Florian Lukas // 1996 im Wettbewerb mit "Die deutsche Bankräuberin"
„Der Deutsche Jugendfilmpreis war mein erster Preis. Ich hab ihn mir geteilt mit meinem besten Freund Norbert, der Regie führte. Zwei Freunde machen einen Film und gewinnen einen Preis. Spaß und Anerkennung, darum geht es hier!“

Nora Fingscheidt // 2008 im Wettbewerb mit "Auszeit"
„Wenn man die ersten Schritte tut, scheint das große Ziel oft sehr weit weg. Zumindest ging es mir so auf dem Weg zum Filmemachen. Von der ersten Idee in einer Welt, die nichts mit Film zu tun hat, bis zum ersten Kurzfilm war es schon eine Reise. Der Weg zum langen Kinofilm, der die Menschen mitreißt, ist noch immer nicht zu Ende. Manche sind schneller, andere brauchen länger - am Ende zählt nur der Film. Als wir vor fast 10 Jahren den Deutschen Jugendfilmpreis in Silber bekamen war das eine tolle Auszeichnung. Es war das Jahr, an dem ich anfing an einer staatlichen Filmhochschule zu studieren. Große Freude, große Aufregung, große Pläne. Doch Rückschläge und Zweifel gehören dazu, nicht aufzugeben ist wichtig. Auch um für solche Zeiten Kraft zu sammeln, sind Orte wie das Bundes.Festival.Film eine große Hilfe. Liebe Jugendfilmpreisteilnehmer, genießt es! Alles Gute für Euch und Euren Weg!“

Sven Taddicken // u.a. 1994 im Wettbewerb vertreten mit "Spray"
"Wenn man in einem Kino mit lauter fremden Menschen sitzt, während der eigene Film läuft, fängt man an sich in die Köpfe und Gedanken dieser Menschen zu denken. Ich konnte meinen Film zum ersten Mal „mit neuen Augen“ sehen - und auf einmal wusste ich, was ich da eigentlich gemacht hatte. Diese Erfahrung werde ich nie vergessen."