Grußworte

 

 

Manuela Schwesig | Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesministerin Schwesig

Liebe Besucherinnen und Besucher des Bundes.Festival.Film.,

liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wettbewerbe!

Mehr als 8.000 Filmemacherinnen und Filmemacher haben in diesem Jahr ihre Arbeiten bei den Wettbewerben „Deutscher Jugendvideopreis“ und „Video der Generationen“ eingereicht. Vielen Dank für Ihre rege Beteiligung! Vielen Dank für den Mut, Filme abseits des Mainstream zu machen und sich damit den Fachjurys und dem Publikum zu stellen. Ebenso möchte ich dem Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF), dem Institut medien.rlp sowie den zahlreichen Partnern und Sponsoren danken, die die besten Beiträge aus den Bundesmedienwettbewerben im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum ersten Mal in Mainz präsentieren.

Franz Kafka sagte einmal: „Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“ Das Bundes.Festival.Film. bietet jungen und älteren Filmemacherinnen und Filmemachern ein gemeinsames Forum und führt die Sichtweisen verschiedener Generationen gezielt zusammen. Die Filme gewähren den Zuschauerinnen und Zuschauern einzigartige Einblicke in die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen. Filmemacherinnen und Filmemacher erhalten die Gelegenheit, ihre Arbeit vor Publikum zu präsentieren, Resonanz zu erzeugen und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem sind die Filme Spiegel unserer Gesellschaft und geben Impulse für politische Diskussionen und politisches Handeln. Filme sind Unterhaltung und gleichzeitig mehr als reine Unterhaltung – und ein Festival wie dieses ist der ideale Ort, um die Möglichkeiten und die Kraft des Films zu erleben. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim 29. Bundes.Festival.Film. in Mainz!

 

Malu Dreyer | Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz

Ministerpräsidentin RLP Dreyer

Sehr geehrte Herren und Damen, liebe Freunde und Freundinnen des Films,

eine Erfolgsgeschichte kommt in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt: Vom 17. bis zum 19. Juni findet in Mainz das „Bundes.Festival.Film. 2016“ statt. Ich freue mich über viele Besucher und Besucherinnen aus nah und fern und übermittle als Schirmherrin des Festivals allen meine herzlichsten Grüße.

Drei Tage lang werden in Mainz die besten Filmbeiträge aus den Wettbewerben „Deutscher Jugendvideopreis“ und „Video der Generationen“ präsentiert. Mehr als 800 Produktionen wurden von jungen Filmemachern und Filmemacherinnen zu den Wettbewerben eingereicht. Die besten Produktionen werden nun im Juni dem Publikum vorgestellt, das sich auf spannende Arbeiten mit einer großen Themenbandbreite freuen kann.

Ich wünsche allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen des „Bundes.Festival.Film. 2016“ schöne, informative und erlebnisreiche Tage in Mainz!

 

Michael Ebling | Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz

Oberbürgermeister Ebling

Liebe Filmemacherinnen und Filmemacher,

wenn 150 Menschen aus ganz Deutschland mit ihren Filmen nach Mainz kommen, ist das auch für die Medienstadt Mainz kein alltägliches Ereignis. Gerade weil wir die Stadt sind, in der das Medienzeitalter seinen Anfang genommen hat und in der der größte Fernsehsender Europas beheimatet ist, wissen wir es zu schätzen, wenn Energie, zu erzählende Geschichten und Gestaltungswille aufeinandertreffen und Filme entstehen lassen. Denn wenn es nicht Leute gäbe, die mit Kreativität und Eigensinn die Medien nutzen, um das zu sagen und zu zeigen, was ihnen wichtig ist, würde die Innovation Gutenbergs zur Historie erstarren. Deshalb freuen wir uns, Sie mit Ihren Filmen in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt begrüßen zu dürfen.

Mainz hat mit zwei öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und innovativen medienbezogenen Ausbildungsgängen an den Hochschulen auch für die Medienzukunft eine gute Ausgangslage. Wie immer diese Zukunft aussehen wird: die fiktionalen und die dokumentarischen Formate des filmischen Erzählens werden Bestand haben. Themen, Perspektiven und Gestaltungsweisen werden sich ändern, und oft finden sich in den Produktionen, die zu den Wettbewerben des Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums eingereicht werden, Vorzeichen und Ansätze für diese Veränderungen. Inspirierende Seherlebnisse und spannende Begegnungen mit und zwischen jüngeren und älteren Filmbegeisterten sind also garantiert.

Die drei Tage, die Sie in Mainz verbringen werden, sind mit dem Filmprogramm gut gefüllt. Aber vielleicht gibt Ihnen der Festivalort am Rhein und nahe der Altstadt schon einen Eindruck, dass in Mainz Lebensqualität, Tradition und Medienzukunft gleichermaßen zu Hause sind. Herzlich willkommen also in der Stadt Gutenbergs, gute Filme, gute Gespräche - und Inspiration und Energie für die nächsten Filme.

 

Wolfgang Becker | Regisseur, künstlerischer Pate des Festivals

Regisseur und künstlerischer Pate Wolfgang Becker
Foto: Gerhard Kassner

Egal ob man als Amateur, Student oder Profi arbeitet, am Anfang steht für jeden Filmemacher die immer gleiche Frage: Warum will ich diesen Film machen? Daran schließt sich gleich die nächste Frage an: Was habe ich zu erzählen, was nicht schon längst erzählt worden ist? Und wen könnte das interessieren? Bereits hier sind viele schon mutlos und der Traum vom eigenen Film bleibt auf immer ein Traum. Diejenigen aber, die einen Film dann tatsächlich schreiben, drehen, schneiden usw., egal wie groß oder klein, lang oder kurz er ist, müssen an die Geschichte, die sie erzählen wollen, glauben. Sie brauchen eine tiefe Überzeugung, dass ihre Geschichte es wert ist, erzählt zu werden. Etwas ganz Persönliches so zu erzählen, dass es nicht ins Private abrutscht, sondern bestenfalls eine Allgemeingültigkeit erfährt. Dazu braucht es Überzeugungskraft, denn einen Film kann man nicht alleine machen. Es braucht auch die Offenheit, konstruktiven Einwänden und kritische Fragen gegenüber. Vor allem aber braucht es den Mut, ins kalte Wasser zu springen.

Einen Film zu machen ist kein Zustand sondern eine Reise. Alles ist permanent in Bewegung und man weiß am Anfang nicht genau, wo man am Ende landet, auch wenn die Planung noch so genau und akribisch war. "Je planmäßiger der Mensch vorgeht, desto wirksamer vermag ihn der Zufall zu treffen" heißt es so treffend. Doch genau der Zufall kann einem nicht nur eine ganze Szene verderben, er kann auch zu einem unerwarteten magischen Moment führen, der so nie hätte geplant werden können. Im Schaffensprozess eines Films können so unzählige Dinge schief- oder anders laufen, dass es einem als Regisseur oft wie der Versuch vorkommt, mit bloßen Händen Sand aufzufangen, der einem, bei aller Vorsicht, doch zwischen den Fingern verrinnt. Doch wenn in dem Rest der Kern und die Seele der Geschichte unverdünnt vorhanden sind, ist die Chance sehr groß, dass die Idee beim Publikum ankommt.

Man braucht aber nicht nur die richtige Überzeugung und Motivation, sondern vor allem auch Kollegen und Freunde, die einem nicht nur bei der Umsetzung helfen sondern einen in dieser extremen Phase ertragen können. Denn Filmemachen ist wie Fußball Teamarbeit, wo bekanntlich die Spiele aus einem starken Mittelfeld heraus gewonnen werden. Gemeinsam Ideen entwickeln, weiterspinnen und sie wieder verwerfen, bis am Ende genau die Szenen festgehalten sind, die man im Kopf hatte - das ist ein ebenso aufreibender und mühsamer, wie spannender und erfüllender Prozess. Ruhm und Anerkennung für diese Mühen erhalten nur die Wenigsten. Das sollte aber niemanden entmutigen, denn nachhaltiger ist das Erlebnis, die emotionalen Reaktionen des Publikums zu erleben. In diesen Augenblicken spürt man die Kraft filmischen Erzählens und erfährt direkte Bestätigung für seine Arbeit. Das Bundes.Festival.Film. schafft einen wunderbaren Rahmen für eben solche Erfahrungen und ich freue mich, einen Teil dazu beitragen zu können. Lasst euch bewegen, tauscht euch aus, schließt Freundschaften und entwickelt neue Ideen. Und vor allem: Macht die Filme, die euch am Herzen liegen!